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Kopfpauschale zur ges. Krankenversicherung ist asozial und ungerecht!

Februar 1st, 2010 · 3 Kommentare

Das Fussvolk darf sich auf eine neue gsundheitspolitische Ungerechtigkeit ohnesgleichen einstellen. Planen doch unsere Fachleute an der Spitze des Volkes (Habt Ihr diese Leute gewählt?) eine sogenannte Kopfpauschale zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Jeder, ob arm oder reich, ob Banker oder Sozialhilfeempfänger – egal, alle sollen einen einheitlichen Krankenversicherungsbeitrag zahlen. Wie die Leistungen der Krankenkassen für diese Einheits-Kopfpauschale ausehen werden, kann man sich unschwer vorstellen.

Durch Zusatzbeiträge kann sich jeder Versicherte Zusatzleistungen versichern lassen. Ja das ist doch toll! Wer kann sich das denn leisten? – Der Betuchte kann sich das leisten. Die Hartz IV-Empfänger und die Rentner mit geringem Einkommen bekommen dann vielleicht einen Zuschuss vom Staat aus Steuermitteln. Wieder einmal Papierkrieg ohne Ende und wahrscheinlch stehen die Zuschüsse für die Armen unter der Rubrik “unter Finanzierungsvorbehalt”.

Wo bleibt der Sozialausgleich und die Gleichheit der Bürger, wo die sinnvolle Verteilung der Lasten auf schwache und starke Schultern?

Eine Gesundheitsreform jagt die andere, und des Wurzels Übel wird nicht angegangen. Wäre es nicht sinnvoller, statt der Kopfpauschale einen einheitlichen Prozentsatz des Einkommens eines jeden Bürger zu erheben und damit eine Sicherung Aller zu erreichen? Dieses Prinzip ließe sich auch für die gesetzliche Rentenversicherung anwenden.

Übrigens, wenn ich sage Einkommen, dann meine ich alle Einkommensarten des Steuerrechts: Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit, selbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung, aus Kapitalerträgen (Aua! Auch aus Provisionen und Spekulationsgeschäften) – schlichtweg alles, was steuerrechtlich als Einkünfte angesehen wird.

Wenn Jeder, also wirklich Jeder, seinen Teil zur Grundsicherung aller Versicherten beiträgt, werden die Tressore überlaufen und der soziale Frieden gesichert. Über diese Grundsicherung hinaus könnten sich Bürger mit höheren Ansprüchen und entprechendem Geldbeutel dann noch zusätzliche Leistungen versichern lassen.

Tags: Politik, Wirtschaft und Soziales



3 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 lilo // Feb 2, 2010 at 22:59

    Hallo ihr Lieben,
    bei diesem Thema könnte ich echt explodieren. Ich meine, es ist noch gar nicht so lange her, da haben unsere “Bürgervertreter” zur Beitragsstabilitätssicherung bzw. zur Senkung der Krankenkassendefizite, die Praxisgebühr sowie die Medikamenten- und Heilmittelzuzahlung eingeführt. Des Weiteren wurden zahlreiche Leistungen komplett gestrichen. Sogar viele ärztliche Vorsorgeuntersuchungen müssen von den Partienten ganz oder teilweise selbst gezahlt werden, sofern die Patienten nicht bereits der entsprechenden Risikogruppe angehören.
    Es wurde aber auch scheinheilig so etwas wie eine soziale Komponente eingebaut: denn die Zuzahlung (incl. Praxisgebühr) wurde immerhin auf 2 % bzw. für chronisch Kranke sogar auf 1 % begrenzt. Der Schönheitsfehler hierbei ist jedoch, dass für die Höchstgrenzen immer auf dem Bruttoeinkommen der Versicherten basiert.
    All’ diese Maßnahmen hatten sogar innerhalb kürzester Zeit dazu beigetragen, dass die Krankenkassendefizite in -überschüsse gewandelt wurden.
    Aber anstatt jetzt ein sicheres Poster zu schaffen, wurden erst einmal die Vorstandsgehälter angehoben, so dass die Kassen ganz schnell wieder da waren, wo sie herkamen.
    Jetzt fordern einige Kassen sogar schon Extra-Beiträge i. H. v. 8,00 € von den Versicherten.
    Ja, und nun das Ding mit der Kopfpauschale – unsozialer geht es meiner Meinung nach wirklich nicht mehr.
    Ich bin der Meinung, dass es bestimmt weitaus effizientere Reformmaßnahmen gebe. Ich denke da z. B. an eine Kontrolle und Begrenzung der Vorstandsgehälter sowie eine Prüfung der Kostenberechtigung pharmazeutischer Produkte und med. Hilfs- und Heilmittel.
    Meiner Meinung nach krankt auch dieses System ganz erheblich an der Selbstbedienungsmentalität und Maßlosigkeit der Verantwortlichen.

    Aber das sind meine ganz persönlichen Gedanken zu diesem Thema.

    LG
    Lilo

  • 2 Fee // Feb 8, 2010 at 23:13

    Kopfpauschale zur ges. Krankenversicherung
    ist asozial und ungerecht!

    Bei diesem Thema sehe ich rot, zumal
    ich während meiner momentanen Krankheit
    keinerlei Unterstützung von meiner Kasse
    bekomme, Leistung gleich Null !!

    Dafür habe ich aber bereits eine Rechnung
    ab 1. Februar 2010 über einen Zusatzbeitrag
    von 8 € bekommen mit dem Vermerk:
    “Eine Einzugermächtigung ist für Sie und auch für uns die einfachste Lösung. (Einzugsermächtigung
    ist beigefügt)
    Sie können wählen: monatlliche -
    vierteljährliche – halbjährliche- oder jährliche
    Zahlung. Überweisen Sie bitte fristgerecht die
    jeweilige Zahlung bis zum 15.03.2010.”

    Ich denke, darüber ist noch nicht das letzte Wort
    gesprochen … ich werde dieses unsoziale Verhalten der Krankenkasse nicht so einfach hinnehmen .

    Das ganze Krankenkassendilemma besteht nicht
    erst seit heute, darüber wusste schon der Dichter
    EUGEN ROTH in dem nachfolgenden Gedicht
    zu berichten:

    KASSENHASS

    Ein Mann, der eine ganze Masse
    Gezahlt hat in die Krankenkasse,
    Schickt jetzt die nötigen Papiere,
    Damit auch sie nun tun das ihre.

    Jedoch er kriegt nach längrer Zeit
    Statt baren Gelds nur den Bescheid,
    Nach Paragraphenziffer X
    Bekomme er vorerst noch nix.

    Weil, siehe Ziffer Y,
    Man dies und das gestrichen schon,
    So daß er nichts, laut Ziffer Z,
    Beanzuspruchen weiter hätt’.

    Hingegen heißt’s, nach Ziffer A,
    Daß er vermutlich übersah,
    Daß alle Kassen, selbst in Nöten,
    Den Beitrag leider stark erhöhten.

    Und daß man sich, mit gleichem Schreiben,
    Gezwungen seh’, ihn einzutreiben.
    Besagter Mann denkt, krankenkäßlich,
    In Zukunft ausgesprochen häßlich.

    Copyright ©
    Eugen Roth (1895-1976)
    deutscher Dichter

    LG, Helga

  • 3 Thea Stamer // Mrz 9, 2010 at 15:14

    Dummes Volk wählt dumme Volksvertreter.

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